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Allzu oft monieren Leute dass Ihre Arbeiten abgekupfert oder Ideen geklaut werden. Das ist sicher oft der Fall. Nicht immer weiß man den Hintergrund wie es zu so einer Beobachtung kommt. Bei skypen mit meiner lieben Freundin Anu stellen wir nicht selten fest dass uns die selben Gedanken beschäftigen, sogar auf gleiche Ideen stoßen, manchmal sogar umsetzen. Wer hat dann von wem geklaut? Das Phänomen dass Menschen gleiche Gedanken an unterschiedlichen Stellen auf der Welt haben ist ebenso wenig neu wie die Bienen gleichermaßen erkranken egal ob räumlich voneinander entfernt. Mein Judasbaum zeigt genau die gleichen Merkwürdigkeiten wie der Baum in Tantes Garten 160 km weiter weg. In Asien versteht man es als großes Lob wenn Arbeiten nachahmenswert sind und reproduziert werden. Damit möchte ich den rücksichtslosen Ideenraub nicht beschönigen. Nein, sicher nicht. Immer sollte das Gebot sein achtsam miteinander umzugehen!
Wem diese Arbeit hier bekannt vorkommt und wer so etwas bereits in einem Ausstellungskatalog gesehen hat der hat richtig gesehen; Ich wollte sehr gerne so ein Filzobjekt haben und machte mich über viele Kanäle auf die Suche nach der Frau die das Objekt meiner Freude gefilzt hat. Ganz ohne Erfolg. Selbst dem vermuteten Ehemann und dem Filznetzwerk habe ich geschrieben um ein solches Teil erwerben zu können. Alle Versuche blieben erfolglos. Irgendwann machte ich mich dann selber an die Arbeit. Die Bemühungen hinter der Filzumsetzung bleibt für den Betrachter unsichtbar. Gerne wird sich rasch eine Meinung gebildet, die ohne nähere Informationen durchaus folgerichtig scheint,  ohne zu hinterfragen. Miteinander reden loht immer!
Auf dem Tisch stehend drehe und wende ich die Schüsselchen immer wieder neu und erfreue mich. Mein in Filz gearbeiteter Zengarten.