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Wenn ich meine Steine sammeln gehe finde ich immer wieder Steine die ganz dicht nebeneinander liegen und doch nicht mehr eins sind. Ich saß eine Weile im Kiesbett, betrachtete diesen Steinfund. Mit jeden Stein der ins Auge fällt beschäftige ich mich, betrachte und befühle seine Art und Form. So saß ich im Kiesbett und schob die Hälften Stück um Stück auseinander. Beobachte was mit dem Spannungsverhältniss der Beiden geschieht im Moment der Bewegung. Was führt zum Bruch vom einem Verbund? Wie weit kann ich zwei Hälften auseinanderbewegen ohne dass sich die Zusammengehörigkeit, die Verbundenheit verwässert oder sogar verliert? Wann ist der Punkt wo jeder ganz eigenständig wird? Was geschieht mit dem zuerst offensichtlich Verbund, sogar in mäßiger Entfernung voneinander, wenn einer sich verändert, sich dreht? Es verliert sich sofort die Empfindung von Einheit und jedes Teil wird zum eigenen Ganzen und die früherer Verschmelzung ist aufgehoben. Sogar wenn die zwei Hälften nach einer Drehung wieder ganz dicht aneinander liegen.
Ich erkenne dieses Phänomen in vielen Bereichen des Lebens. Mütter und ihre Kinder im Bauch, die Geburt, das Größerwerden der kleinen Menschen. Freundschaften, Beziehungen, Ehe… und immer bleibt es spannend ob eine Bewegung im Ganzen gemeinsam, partnerschaftlich, und dennoch jedem Bewegungsfreiteit gibt, geschieht oder zum Alleingang wird und damit der Anfang von etwas Neuem ist.
Jeden Tag haben wir die Möglichkeit unsere Beziehungsfähigkeit  in einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Nähe und Distanz zu schulen und diese zu einer wohltuenden inneren Qualität für andere und uns selbst reifen zu lassen.
Diese Spaziergänge tun mir gut, erfüllen mich und stärken meine Verbundenheit mit der Gegend in der  ich wohne, die mich umgibt. Wenn ich ein paar Tage nicht dort war fehlt mir etwas.