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Von einer Freundin wünschte ich mir schwarzes Salz als Mitbringsel von ihrer Hawaiireisen. Ich hatte mich vor einer ganzen Weile mit Salz beschäftigt und bin dabei auf das schwarze Vulkansalz gestoßen. Unbedingt wollte ich es schmecken, die Qualität erspüren. Als ich es dann in den Händen hielt, schwarz und durchscheinend, war ich doch sehr überrascht.
Die Einwanderung von Asiaten und US-Amerikanern hatte die Hawaiier zur Minderheit im eigenen Land gemacht. Der sprachliche und kulturelle Identitätsverlust begünstigte die Verbreitung des westlichen Lebensstils. Dies zeigte das Ergebnis eines Volksentscheids, in dem die Mehrheit für einen Beitritt zu den USA stimmte. Am 21. August 1959 wurde Hawaiʻi zum 50. Bundesstaat. Die geografische Zugehörigkeit ist eigentlich eine andere. Die polynesische Kultur wurde zum Marketinginstrument und Stoff unserer Südseeträume.
Surfen, Strand und feinste Hotel resorts stehen auf der Wunschliste der, meist amerikanischen, Urlauber. Um die gepflegten Hotelanlagen mit Golfplatz herum sieht die Insel ganz und gar anders aus. Die Berichte davon haben nicht viel mit den idyllischen Hawaiiaufnahmen zu tun die uns in Reiselust versetzen. Bisher war es ein großer Wunsch von mir diesen Teil der Welt zu bereisen. Ich werde neu nachdenken, denn feine Hotelanlagen sind nicht das was ich dort zu finden hoffte.
In dem Salz ist deutlich diese Identitätslosigkeit zu spüren. Obwohl das Salz so kraftvoll aussieht ist diese nicht als Qualität im Salz zu spüren. Ganz anders als ich erhofft hatte.