Patenschaft-Plan-Deutschlan

Als Marie geboren war übernahmen wir eine Patenschaft für ein kleines Mädchen in Honduras. Seit mehr als 10 Jahren hängt ein Foto von Dariela an unserem Kühlschrank, sie taucht in unseren Gesprächen auf, und wir bekommen regelmäßig Post. Inzwischen ist sie richtig groß geworden. Bei Jona habe ich es, zu meinem Bedauern,  versäumt. Jetzt wo er bald 8 Jahre alt ist und dauernd etwas haben will und „braucht“ ist es höchste Zeit eine weitere kleine Verantwortung, ein kleines Stückchen Kümmern, für einen anderen Menschen zu übernehmen. Es wird begreifbarer sich gelegentlich einzuschränken, wahrzunehmen wie die Lebenssituationen anderer Kinder auf der Welt ist, wenn man das Bild eines kleinen Menschen betrachten kann, dessen Namen uns bekannt ist, mit dem man in irgendeiner Art ein kleines Stück verbunden ist. Ein Gesicht von dem man wissen möchte wie das Leben dort ist, die Menschen leben, die Schulen aussehen. Zwischen all dem Schönen mit dem ich mich durch meine Arbeit und auch im Alltag jeden Tag umgeben darf, all dem Vielem was wir unseren Kindern bieten und antragen können, taucht die Frage immer wieder auf in welcher Weise wir die Welt mitgestalten. Würde jeder Mensch, hier wo es uns so gut geht, dafür sorgen dass anderswo ein Mensch zu Essen hat und zur Schule gehen kann wäre viel geschafft. Überlegt doch auch ob das nicht ein guter Gedanke ist. Ich höre seit vielen Jahren dass ja das Geld eh nicht dort abkommt wo es hin soll. Das mag zum Teil vielleicht sein. Doch es kommen Gelder an! Es ist zu leicht sich hinter dieser Argumentation zu verstecken. Wer nichts macht, macht auch nichts falsch. Überall gibt es unmoralische Leute. Diese Menschen dürfen nicht zum Hindernis werden Helfen zu wollen und es auch zu tun. Denen gegenüber stehen viele Menschen die über all auf der Welt helfen, sich einsetzen, Ärzte die ihre Urlaube dazu nutzen um zu helfen u.v.m. Die monatliche Summer die einem Patenkind eine Perspektive bietet bedeutet für viele von uns eine überschaubare und sehr verkraftbare Geste. Ein bisschen weniger Dekoration reicht oft schon. Der ideelle Wert für die Familie ist enorm und unsere Kinder verstehen ein wenig besser durch ein kleines Erleben.