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Auf alten Bildern wird Michael mit einer Lanze, einem Schwert und der Waage dargestellt, zuweilen auch mit der Weltkugel.
Die Lanze steht für das Ausgerichtetsein auf ein Ziel, gleichzeitig schafft sie Abstand. Auf unser Bewusstsein übertragen, bedeutet dies, dass wir zuerst eine Aufgabe fokussieren dann aber, bevor wir mit der Aufgabe beginnen, gedanklich gesammelt, konzentriert die Aufgabe angehen.

Das Schwert steht für das Trennen. Nachdem wir die Aufgabe erfasst und verinnerlicht haben, können wir einzelne Aspekte voneinander trennen, Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden. Im weiteren Prozess müssen wir alles, was wir bedacht und getrennt haben, genau abwägen. Dafür steht die Waage. Dabei soll auch das Herz gehört werden, um dann eine moralisch, richtige Entscheidung treffen zu können. Michael ist der Repräsentant des Mutes. Er weicht nicht vor dem Drachen zurück, er stellt sich mutig der Aufgabe und kann den Drachen aus innerer Seelenstärke überwinden und unter seine Füße zwingen.

Werden die Tage kurz, werden die Herzen hell. Über dem Herbste strahlt leuchtend Sankt Michael. Sankt Michael, Herr der Zeit! Du gibst wahres Brot! Und ein neues Kleid!

Vor drei Jahren war Jona noch im Kindergarten und wir haben Michaeliwecken gebacken. Inzwischen kann ich das andere Lied:  Michael, strahlend und hell. Sei uns gut, stärk den Mut. Erzengel Michael.

Ich wünsche uns allen heute etwas von der Kraft und dem Mut des St. Michael, um unseren Aufgaben tapfer und mutig ins Angesicht zu blicken und sie am Ende zu bezwingen.